Wie kann es nach der Coronakrise im Tischtennis weitergehen?

Wie kann es nach der Coronakrise im Tischtennis weitergehen?


Welche Entscheidungen können wir für die Tischtennisligen treffen?



Die Corona Krise hat wie für alle Sportarten auch für den Tischtennissport weitreichende Folgen. Unsere Mannschaftsligen mussten unterbrochen werden und können so wie es im Augenblick aussieht, nicht zu Ende gespielt werden.

Es werden vier mögliche Entscheidungen diskutiert:

  • Einige Optimisten hoffen, dass wir die Saison im Sommer zu Ende spielen können. Das wird für die Ligen favorisiert, in denen es um große Einnahmen geht, so z.B. in der Fußballbundesliga aber sicherlich wird die TTBL eine Lösung anstreben, bei der ein Dt. Meister gekürt werden kann. Diese Lösung wird m.E. Für die oberen Ligen angestrebt, ist aber für den gesamten Unterbau nicht umsetzbar.
  • Der letzte Tabellenstand wird eingefroren. Gerade im Tischtennis arbeiten wir anders als in den meisten Mannschaftssportarten nicht mit festen Spieltagen. Das führt dazu, dass es schon Teams gibt, die die Saison abgeschlossen haben und andere, die noch mehr als die Hälfte der Spiele zu absolvieren hätten. Für mich daher im Tischtennis keine Option.
  • Die Saison wird gar nicht gewertet. Alle bleiben dort, wo sie gestartet sind und alles wird auf Null gesetzt. Die Mannschaften verändern sich. Spieler wechseln, kommen dazu oder hören auf. Es wird daher Teams geben, die zurückziehen wollen. Was dazu führt, dass man auch hier eine Aufstiegsregel ergänzen muss. Das größere Problem ist in meinen Augen, dass wir ambitionierten Teams, die „Meister“ geworden wären, eine Aufstiegsperspektive geben müssen. Daher ist diese Lösung keine gute Idee.
  • Die Option mit den meisten Chancen ist die, nur die Hinserie zu werten. Diese Option bietet einen sportlichen Abschluss. Jeder hat einmal gegen jede andere Mannschaft gespielt. In Einzelfällen wird es zu Ungerechtigkeiten kommen. Das ließe sich aber auch bei keiner anderen Lösung verhindern.

Es gibt noch weitere Optionen, die wir jetzt umsetzen sollten

Die Saison ist nicht richtig beendet worden und es wird zu Ungerechtigkeiten, das wird man – egal mit welcher Lösung – nicht verhindern können.

In jeder Krise steckt auch eine Chance

Für die Saison 21/22 hat der DTTB die Umstellung auf 4er Mannschaften beschlossen. Diese Umstellung sollte man vorziehen und sofort umsetzen. Außerdem sollte diese Umstellung auf Viererteams nicht nur auf die oberen Klassen beschränkt werden. Sondern wir sollten diese Reform für alle Ligen flächendeckend umsetzen.
Wir wissen noch überhaupt nicht, ob und wann die neue Saison startet. Die Ab- und Aufstiegsregeln werden, egal wie entschieden wird, von Einzelnen als sehr ungerecht empfunden.
Außerdem warten alle auf einen Neuanfang (nicht nur im Tischtennis). Und viele sind der Meinung, dass wir nach der Krise nicht einfach so weiter machen können, wie zuvor.
Diese allgemeine Stimmung sollten wir aufgreifen und die Reformen umsetzen, die wir für richtig betrachten. Die Umstellung auf Vierermannschaften wäre dies, da der DTTB sich mit großer Mehrheit dafür entschlossen hat.
Keine gute Idee ist, jetzt eine Notlösung zu schaffen. Übernächste Saison die Vierer-Umstellung ab Oberliga umzusetzen und sich in den folgenden Jahren auf Verbandsebene aufzureiben, in welcher Form, wann und wo Vierermannschaften eingeführt werden oder doch lieber nicht.

Vierer Mannschaften würden zu neuen Ligen und Staffel-Konstellationen führen. Alle Mannschaften wären von diesen Bewegungen berührt. In dieser Umstrukturierung wären die Meisterschafts- und Abstiegsfragen nur noch sekundär. Das ist natürlich nicht der Grund für die Reform, aber ein Grund ihn jetzt umzusetzen.

Jetzt ist die Zeit des Umbruchs. Später wollen wir wieder eine Zeit der Verlässlichkeit.

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, Entscheidungen zu treffen!

 

Warum 4er Mannschaften sinnvoll sind



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edwin

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