„Schlage neues Kapitel auf“: Tsuboi freut sich auf TTC OE Bad Homburg

„Schlage neues Kapitel auf“: Tsuboi freut sich auf TTC OE Bad Homburg


Der TTC OE Bad Homburg wird die vierte Station von Gustavo Tsuboi in der Tischtennis Bundesliga (TTBL). Wir haben mit dem 34-jährigen Brasilianer über seinen Wechsel gesprochen, die Chancen des Aufsteigers und die zurückliegende Saison mit dem TTC Neu-Ulm.

Gustavo Tsuboi

Der TTC OE Bad Homburg wird die vierte Station Gustavo Tsubois in der TTBL. (Foto: BeLa Sportfoto)

Herzlichen Glückwunsch zur Unterschrift beim TTC OE Bad Homburg! Erzählen Sie uns doch bitte ein wenig über Ihre Gespräche mit dem Verein und Ihre Planungen …

Vielen Dank! Ich bin sehr glücklich über meinen Wechsel nach Bad Homburg. Ich denke, es wird sehr wichtig sein, sich in der kommenden Saison gut zu präsentieren, insbesondere mit Blick auf die Olympischen Spiele in Tokio. Der Spielkalender von TTBL und ITTF ist sehr voll, und es ist entsprechend hart für die Spieler, daher war es eine gute Entscheidung, nur für eine gewisse Anzahl an Spielen bei Bad Homburg unterschrieben zu haben. So habe ich eine gute Balance zwischen den Spielen in der Liga und bei internationalen Wettkämpfen.

Mit Nils Hohmeier, Rares Sipos, Lev Katsman und Maksim Grebnev spielen Sie in der kommenden Saison mit vier Youngstern im Team. Wie kann dieses Quartett von Ihnen profitieren?

Die jungen Spieler haben andere Lebensumstände als früher. Sie reisen viel mehr, zudem sind sie dank des Internets deutlich besser informiert.  Was ich meine ist, dass junge Spieler heutzutage deutlich erfahrener sind als man es früher in dem Alter war. Aber natürlich habe ich aufgrund meines Alters schon mehr Höhen und Tiefen erlebt als sie und werde ihnen daher sicherlich auf verschiedene Weise helfen können – und zwar am Tisch ebenso wie abseits des Tisches.

Und für Sie persönlich? Welche Ziele stecken Sie sich für die kommende Saison?

Mein Ziel ist es einfach nur, mein bestes Tischtennis zu zeigen und mich auf einem guten Niveau zu präsentieren. Denn dann bin ich in der Lage, dem Team zu helfen, unsere selbst gesteckten Ziele zu erreichen.

Mit der Erfahrung Ihrer bisherigen Saisons in der TTBL: Wie leicht oder schwer wird es im Premierenjahr für den TTC OE?

Das ist trotz dieser Erfahrung relativ schwer zu sagen. Für den Verein wird es schließlich das erste Jahr in der Bundesliga. Aber wir sind sehr motiviert und werden auch auf die Unbeschwertheit der jungen Wilden setzen. Das könnte ein großer Vorteil für uns werden.

In der vergangenen Saison lief es für Sie beim TTC Neu-Ulm nicht ganz so gut. Was hat Ihrer Meinung nach gefehlt, um eine erfolgreichere Saison zu spielen?

Leider habe ich in der zurückliegenden Saison einige Möglichkeiten auf Siege knapp verpasst. Kleine Details haben dabei den Ausschlag gegeben. Aber ich bin der Meinung, dass man aus Fehlern nur lernen kann, daher richte ich den Blick nach vorne und schlage nun ein neues Kapitel auf.

Gustavo Tsuboi

Beim TTC Neu-Ulm blieb Gustavo Tsuboi hinter den Erwartungen zurück. Insgesamt aber blickt der Brasilianer positiv auf die Entwicklung des Vereins. (Foto: BeLa Sportfoto)

Wie blicken Sie insgesamt auf die Entwicklung des TTC Neu-Ulm in der Premierensaison?

Positiv! Wir haben schließlich unser Ziel erreicht und den Klassenerhalt in der TTBL geschafft. Außerdem hat der gesamte Verein unheimlich viel gelernt.

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie hat die Saison für Neu-Ulm ein vorzeitiges Ende genommen. Wo halten Sie sich derzeit auf und wie geht es Ihnen? Wie sieht Ihr Alltag aus?

Ich bin derzeit in Brasilien. Die Situation hier ist gerade sehr kritisch, da die ersten Infektionen deutlich später aufgetreten sind, als es in Europa der Fall war. Die Bewegungsfreiheit der Menschen ist sehr stark eingeschränkt, daher ist es für mich derzeit nicht einmal möglich, in die Trainingshalle zu gehen. Ich halte mich zu Hause fit und versuche so gut es geht, meine Übungen zu machen.

Beim Panamerika Cup im Februar standen Sie neben Hugo Calderano von den TTF Liebherr Ochsenhausen und Kanak Jha vom TTC Zugbrücke Grenzau als Silbermedaillengewinner auf dem Treppchen. Vierter wurde Marcelo Aguirre vom SV Werder Bremen. Es scheint, als sei die TTBL ein ganz gutes Pflaster für Spieler aus Amerika …

Tischtennis hat in den Ländern Nord- und Lateinamerikas leider keinen allzu großen Stellenwert. In Deutschland dagegen hat der Tischtennis-Sport eine breite Basis und viele Fans, wodurch er attraktiv wird für Sponsoren. Daher ist der Grad der Professionalität sehr hoch, sowohl im Training als auch in Wettkämpfen. Daher kommen Spieler vom amerikanischen Kontinent nach Europa und nach Deutschland, um ihr Spiel weiterzuentwickeln und ihre Karriere voranzutreiben.

 

Beitragsbild oben: Gustavo Tsuboi (Foto: BeLa Sportfoto)





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edwin

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